Im Interview mit Grandgourmand: Tim Mälzer

Tim Mälzer

Tim Mälzer

 

KAI Messer

KAI Messer

 

KAI-Team um Koji Endo, mit Jorge Gonzalez und Tim Mälzer

Pressekonferenz bei KAI europe

Tim Mälzer und Grandgourmand

Tim Mälzer und Grandgourmand

 

KAI, Serie Tim Mälzer

KAI, Serie Tim Mälzer

 

Japanische Schneidekunst

Japanische Schneidekunst

 

Im Zuge der internationalen Konsumgütermesse AMBIENTE 2016 in Frankfurt fand heute die Pressekonferenz der japanischen Schneidwarenmarke kai statt, auf der zusammen mit Tim Mälzer und Jorge González, Kooperationen und Neuheiten vorgestellt wurden.

Als langer Freund und Kooperationspartner wurde Tim Mälzer ein Scheck im Wert von 16.665 Euro überreicht, den er zusammen mit kai an das Projekt „Klasse Kochen“ spendet.

Als neues Testimonial für den Vertrieb der kai Beauty Care Linie auf dem europäischen Markt wurde Jorge González vorgestellt, der über seine Motivation sprach, Markenbotschafter für die hochwertigen Grooming Tools von kai zu werden. Des weiteren berichteten beide über ihre gemeinsame Reise zum Ursprung der Traditionsmarke im japanischen Seki Ende letzten Jahres.

Grandgourmand hatte das Glück mit dem bekannten TV-Koch Tim Mälzer nach der Pressekonferenz ein Interview zu führen. Lesen Sie hier was Tim über die Patisserie denkt, und was ihm ein gepflegter Schlagabtausch mit Kollegen bedeutet.

 

Tim Mälzer über Patisserie

Ich arbeite seit 20 Jahren in der Küche, natürlich stehe ich da auch mal neben dem Patissier und gucke mir an wie sie die Sachen machen, aber da geht nix rein, ist mir eine fremde Welt. Gramm-Angaben interessieren mich einfach nicht. Für mich sind Köche die,  die früher in der Schule in Kunst gut waren, Patissiers die, die in Geschichte gut waren. Mein Patissier muss so genau arbeiten, so exakt, auch mit den alten Rezepten, die er schon immer wiederholt hat. Ich bin halt intuitiv, ich schaue darauf, was das Produkt mir sagt, ich entscheide vieles à la Minute.
In der Patisserie hat man keine Chance sich zu retten wenn etwas schief läuft, außer Puderzucker drüber, damit kann man aber die Aromatik nicht reparieren.

Ich hab da die Geduld nicht, wenn man Dinge abkühlen lassen muss oder gebacken werden, da bin ich halt immer wieder mit dem Finger drin.

…über Dampfkochtöpfe

Ich habe vor 5 Tagen zum ersten Mal mit einem Schnellkochtopf gekocht, mir wurde gesagt, ich soll warten bis das Ventil unten ist. Ich und warten? Was heißt warten, also hab ich das Ventil gelöst. Eine Dampffontäne kam raus und wurde irgendwann braun, der Topf war zu voll. Ich hab zuhause so eine Airbrush Pistole, auch für Schokoladenüberzüge, nun hatte ich plötzlich eine „Dampftopf-Airbrush“ und hab damit meine Küche braun gesprüht. Ich hab ein Handtuch drauf geworfen, stand aber noch Geschirr drauf, alles runter geschmissen. In der Zwischenzeit mit einem Freund telefoniert, als plötzlich so ein Geruch aus der Küche kommt, das Handtuch hat gebrannt, die Küche war mit Scherben übersät und mit einem braunen Saucen-Mantel überzogen.

So viel zum Thema exaktes Arbeiten, das ist nicht meine Baustelle.

…über Messer

Ich bin keiner, der jemand vorschreibt wie viele Messer er haben muss. Ich selbst habe so um die 70 oder 80, am Ende benutze ich aber nur drei. Hauptsache sie sind scharf. Als aller erstes solltest du ein Messer gerne in der Hand haben. Und immer schön die Finger von der Klinge weghalten, das ist der simpelste Trick, wir Kollegen haben das alle blutig gelernt, Johann Lafer und Tim Mälzer bilden da keine Ausnahme.

…über das Essen in Frankfurt

ich mag die einfachen Äppelwoi-Kneipen hier in Frankfurt. Mit dem Äppelwoi an sich habe ich ein paar Probleme, aber die Kulinarik stimmt hier, bin gerne hier in Frankfurt.

GG

Lieber Tim, wenn man dich über die Jahre beobachtet weiß man, dass du gerne mit Herz und Leidenschaft kochst, vielleicht könnte man dich ja als das sympathische Großmaul der deutschen TV-Kombüse bezeichnen. Der verbale Schlagabtausch mit deinem Kollegen Frank Rosin hat inzwischen Kult-Charakter weil da oft die Fetzen fliegen, die Atmosphäre knistert.

Bist du ein Mensch, der solche Situationen sucht, weil du dann deine beste Leistung als Entertainer abrufst?

T.M.

Generell ist es so, dass ich mich nur mit Leuten anlege, vor denen ich auch Respekt habe, das bedeutet, Leute die mir egal sind, sind mir egal, das wird sich nie ändern und über die werde ich nie ein Wort verlieren. Von daher ist es eben meine Form des Respekts,  mich hin und wieder in den Clinch zu begeben, das mache ich nur weil ich mich auf Augenhöhe befinde.

GG

Neuerdings sucht Vegan-Gott Attila Hildmann die Konfrontation mit dir. Ich zitiere einfach einmal die Schweinekopf-Affäre auf Facebook. Du bist doch eigentlich eher ein Vertreter der Nose-To-Tail Philosophie, den Respekt vor der Kreatur predigst du ja schon lange.

Hast du mit diesem Shit-Storm gerechnet, oder war das tatsächlich der Blitz aus heiterem Himmel?

T.M.

Ich gucke morgens in den Spiegel, ich weiß was ich mache und bin da eigentlich ganz stolz drauf. Nose-To-Tail war schon immer meine Philosophie.

GG

Hildmann glänzt zur Zeit ja eher mit seinen Ausflügen auf das Tanzparkett, dagegen zitiert sein kulinarisches Repertoire gerne aus dem Fundus der Karnivoren, Bolognese, Burger und so weiter.

Könnte das nicht der Beginn einer wunderbaren Feindschaft sein, wäre Attila nicht ein prima Gegner für „Kitchen Impossible“?

T.M.

Ich weiß nicht was Herr Hildmann so in seiner Freizeit macht…

GG: vielleicht kocht er ja? 

T.M.

also so genau habe ich das nicht mitbekommen, ansonsten ja.

GG: Tim, vielen Dank für dieses Gespräch

 

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