Ausgezeichnete Reportagen, schwierige Zeiten

keine gute Sicht am 8. Oktober rund um Luzern
keine gute Sicht am 8. Oktober rund um Luzern

Luzern ist in diesem Jahr Gastgeber der Jahrestagung der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ). Für mich ist es die erste Teilnahme. Auf dem Programm stehen Begegnungen mit Kollegen, ausgezeichnete Reportagen und die Frage, wie sich unser Beruf angesichts einer tiefgreifend veränderten Medienlandschaft entwickelt.

Ein Höhepunkt ist die Verleihung der VDRJ-Medienpreise, die in den Kategorien Text, Audio und Video vergeben werden. Die Hauptpreise gehen in diesem Jahr für Text an Julius Schophoff für „Ich bin eine Insel“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), für Audio an Anna Küch (BR2 radioReisen) mit ihrem Podcast „Mit dem Hausboot durchs Burgund“ und für Film an Tom Schachtsiek für „Young Adventurers – Tansania“ (NDR).

Beim Smalltalk erfährt man, dass die Arbeit der Jury aufwendig ist. Material sichten, bewerten, aussortieren, wieder einsortieren, immer wieder darüber diskutieren. Ein erheblicher Aufwand, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Umso höher ist der Einsatz der verschiedenen Jurys zu schätzen.

Wie die Zeit manches verändert...
Wie die Zeit manches verändert…

Mit Julius Schophoff habe ich mich unterhalten. In seinem Text beschreibt er den Aufenthalt auf einer winzigen Insel in der Nordsee, kaum größer als ein Fußballplatz. Für mich selbst wäre die Situation ein klaustrophobischer Albtraum. Der Text ist zugleich lakonisch, ein wenig sentimental und humorvoll.

Der Ausschnitt aus Anna Küchs Podcast, in dem sie von einer Etappe auf dem Hausboot erzählt, ist unterhaltsam: Jahrelang durch Europa reisen, mit Kindern, die für das Abenteuer von der Schulpflicht befreit werden – alleine das ist schon eine große Hürde. Unterricht gibt es trotzdem, die Eltern werden zu Lehrern.

Schließlich Tom Schachtsiek, der sich mit seiner Kamera alleine auf Expedition begibt. Dazu braucht es Mut und Können. Entstanden ist eine herrliche Reportage über seine Reise durch Tansania, mit außergewöhnlichen Landschaftsaufnahmen und Einblicken in die Kultur und das Leben der Menschen, die man so nicht jeden Tag sieht.

Gratulation an alle Preisträger.

Der Sitzungssaal im Hotel Seeburg
Der Sitzungssaal im Hotel Seeburg

Man trifft viele sympathische und erfahrene Kollegen. Ich selbst gehöre dem Verband erst seit knapp einem Jahr an. Der Vorsitzende Dr. Martin Wein und viele andere haben die Reise im Vorfeld hervorragend organisiert. Übrigens sind die Planungen für die kommenden Jahrestagungen bereits so gut wie abgeschlossen. Nächstes Jahr steht die schöne Hansestadt Bremen mit ihrem prächtigen gotischen Rathaus und vielen anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.

Wir diskutieren über den Stand der Dinge. Wie steht es um den Reisejournalismus angesichts der rasanten Veränderungen in der Presselandschaft? Welche Bedeutung gewinnt KI und wie setzen wir sie ein?
Die ausgezeichneten Reportagen zeigen eindrucksvoll, was guter Reisejournalismus leisten kann. Doch unter welchen Bedingungen können solche Arbeiten künftig überhaupt noch entstehen?

Durch das Sterben des klassischen Print-Anzeigengeschäfts und den starken Rückgang der gedruckten Auflagen stehen Verlage unter enormem Spardruck.

Ein Paradebeispiel ist der SÜDWEST PRESSE-Verbund, der unter dem Dach der Neuen Pressegesellschaft zahlreiche Regionalzeitungen vereint. Dazu gehören unter anderem die Geislinger Zeitung, die Neue Württembergische Zeitung und das Haller Tagblatt. Mit der Übernahme der Mehrheit an der
Medienholding Süd kamen Schwergewichte wie die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und der Schwarzwälder Bote hinzu. Auch die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau gehören zum Konzern.

Eine Zentralredaktion spart Millionen ein. Für Verlagshäuser ist das ein Rettungsanker, Journalisten spüren eher die Schattenseiten des Systems. Hatten früher fast alle Zeitungen eigene Ressortredaktionen, werden heute große Teile der überregionalen Berichterstattung zentral produziert und von zahlreichen, breit gestreuten Titeln übernommen.
Die Folge: weniger redaktionelle Eigenständigkeit, weniger Aufträge für freie Journalisten und zunehmend identische Inhalte in unterschiedlichen Zeitungen. Moderne Zeiten!

Belle Époque am Vierwaldstättersee – Restaurant La Terrazza
Belle Époque am Vierwaldstättersee – Restaurant La Terrazza

Luzern in Zahlen

Luzern gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Schweiz. Rund 86.000 Menschen leben in der Stadt am Vierwaldstättersee, die mit ihrer historischen Altstadt, der berühmten Kapellbrücke und der eindrucksvollen Bergkulisse Besucher aus aller Welt anzieht. Im vergangenen Jahr 2025 verzeichnete die Hotellerie exakt 1,48 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Drei Viertel davon entfielen auf ausländische Gäste, allen voran Besucher aus den USA. Hinzu kommen jährlich mehrere Millionen Tagesgäste, deren genaue Zahl nicht erfasst wird. Auch das kulturelle Angebot ist bemerkenswert: Die Luzerner Museen registrierten erstmals mehr als eine Million Eintritte. Die gesamte Tourismusregion Luzern-Vierwaldstättersee brachte es auf rund 4,2 Millionen Hotelübernachtungen.

Queen Victoria zu Pferde, ob das, wie in der Reportage beschrieben "Flora" ist, lässt sich nicht feststellen.
Queen Victoria zu Pferde, ob das, wie in der Reportage beschrieben “Flora” ist, lässt sich nicht feststellen.

Auf den Pilatus

Unsere Reise beginnt mit einer Seilbahnfahrt zum Pilatus, dem Hausberg Luzerns. Das Wetter ist grauenhaft. Hatten wir am Vortag noch bestes Spätsommerwetter mit angenehmen Temperaturen und herrlicher Aussicht genossen, hängen heute schwere Regenwolken über der Stadt. Die Berge verschwinden in undurchdringlichem Nebel. Daran ist nichts zu ändern, wir werden auf das berühmte Panorama verzichten müssen.

Berghotel Pilatus-Kulm im Nebel
Berghotel Pilatus-Kulm im Nebel
Queen-Victoria-Speisesaal, Berghotel Pilatus-Kulm
Queen-Victoria-Speisesaal, Berghotel Pilatus-Kulm
Treppenhaus, Hotel Pilatus-Kulm, Belle Époque
Treppenhaus, Hotel Pilatus-Kulm, Belle Époque
Treppenhaus, Hotel Pilatus-Kulm, Belle Époque
Treppenhaus, Hotel Pilatus-Kulm, Belle Époque

Eine Alternative ist schnell gefunden: die Besichtigung des berühmten Berghotels Pilatus-Kulm, dessen Treppenhäuser und Räume noch den Glanz der Belle Époque atmen. Besonders reizvoll ist der Queen-Victoria-Speisesaal, der an die berühmte Monarchin erinnert.

Die britische Königin bereist im Sommer 1868 die Zentralschweiz und zeigt sich begeistert von der Landschaft rund um den Vierwaldstättersee.

Am 9. August 1868 berichtet die britische Sonntagszeitung The Observer ausführlich über die Ankunft der Monarchin in Luzern. Begleitet von drei ihrer Kinder und einer illustren Reisegesellschaft, darunter die Marchioness of Ely, Sir Thomas und Lady Biddulph sowie Colonel Ponsonby, reist die Königin über Paris und Basel an den Vierwaldstättersee. Inkognito, als Gräfin von Kent. Angesichts der umfangreichen Reisegesellschaft und der ausführlichen Berichterstattung in der britischen und schweizerischen Presse erscheint die Tarnung allerdings wenig überzeugend. Bereits am Morgen ihrer Ankunft, dem 7. August, widmet ihr die Londoner Times einen Leitartikel. Man stelle sich vor, König Charles III. reist heute mit dem halben Buckingham-Palast in die Schweiz. Rein privat, versteht sich.

Ist dieses Panorama, mit Pilatus, nicht wunderbar?
Ist dieses Panorama, mit Pilatus, nicht wunderbar?

Seit dem Tod ihres geliebten Mannes, Prinz Albert, im Dezember 1861 zieht sich Victoria weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Fast sieben Jahre später sucht sie in der Schweiz Erholung und Ablenkung. Mit ihren Kindern bezieht sie die Villa Wallis, hoch über dem Vierwaldstättersee. Die Lage ist prachtvoll: Zur Rechten erhebt sich die Rigi, zur Linken der Pilatus, dazwischen öffnet sich der Blick über den See bis zu den schneebedeckten Gipfeln des Gotthardmassivs.
Der Observer schwärmt von einem Ort, der an Schönheit möglicherweise von keinem anderen in Europa übertroffen wird. Schon damals, so vermerkt die Zeitung, ist Luzern zu dieser Jahreszeit ein beliebtes Reiseziel der Engländer.

Victoria ist eine begeisterte Malerin. Auf ihren Ausflügen hat sie ihre Malutensilien dabei und hält fest, was ihr gefällt: die Rigi, den Pilatus, den Vierwaldstättersee und die Gletscher der Alpen. 

Am 31. August 1868 steht der Pilatus auf dem Programm. Victoria lässt sich von ihrem alten Pony Flora den Berg hinauftragen. Die Queen beschwert sich über die Unannehmlichkeiten des Aufstiegs, ein steiniger, steiler Weg! Ihre körperliche Verfassung scheint damals nicht die beste gewesen zu sein.

Die Begeisterung für Luzern überdauert die Jahrhunderte. Für die Schweiz ist Victorias Besuch ein Glücksfall: Die wohl bekannteste Influencerin des 19. Jahrhunderts macht Werbung für den Tourismus im Land.

Was bleibt an diesem Tag? Die Besichtigung eines sehr schönen Berghotels, reinste Belle Époque, eine erste Begegnung mit den Kollegen und eine Ahnung von Luzern.

Quellen: The Observer, 9. August 1868, Seite 4, „The Queen’s Visit to Switzerland“; historischer Bericht über Königin Victorias Schweizreise und ihren Pilatus-Ausflug am 31. August 1868.

Clara Müller (Künstlername) führt uns eloquent durch das mittelalterliche Luzern
Clara Müller (Künstlername) führt uns eloquent durch das mittelalterliche Luzern

Goldrausch, Gier und Galgen: Wie das Gotthard-Gold Luzern erschuf

Der Jackpot in den Alpen: Das Tor zur Welt

Im 13. Jahrhundert bricht in Luzern das Goldfieber aus! Der Grund: Die Bezähmung des Gotthards. Mit der Erschliessung der Passroute wird das beschauliche Städtchen über Nacht zum Nadelöhr Europas. Wer zwischen Norditalien und den Handelszentren im Norden reisen will, kommt an Luzern nicht vorbei. Ob kostbare italienische Seide, tonnenweise Salz oder Wein – der Handel boomt. Schiffer peitschen ihre Boote über den Vierwaldstättersee, während Händler ihre Lasttiere über steile Alpenpässe jagen. Am Gotthard verdienen alle mit: Wirte, Fuhrleute, Schiffer, Luzern.

Luzern Panorama
Luzern Panorama

An der Reuss wird abkassiert

Die Luzerner Obrigkeit zögert nicht lange und errichtet eine hocheffiziente Gelddruckmaschine. Zölle, Marktgebühren und das effiziente Stapelrecht lassen die Kassen klingeln. Jede Ware, die den Hafen erreicht, wird von den städtischen Beamten abgefangen. Alles muss abgeladen, gelagert, gewogen und versteuert werden. Die Visierer stechen mit langen Eisenstangen unbarmherzig in jeden Getreidesack und jeden Tuchballen auf der Suche nach Schmuggelware. Wer die Zeche nicht zahlt, verliert alles. Kaufleute werden im Rekordtempo unermesslich reich. Wo viel Geld im Spiel ist, lässt der Kampf um die Macht nicht lange auf sich warten.

Luzern by night...
Luzern by night…

Die Festung des Reichtums: Mauern gegen die Armut

Auch die Habsburger wittern ein Geschäft. 1291 sichern sie sich die Herrschaftsrechte über die Stadt. Die Luzerner spielen ihr eigenes Spiel. Am 7. November 1332 folgt der Affront: Ein Geheimbündnis mit den Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden – die Geburtsstunde der Eidgenossenschaft! Um das erbeutete Gotthard-Gold vor den wütenden Österreichern zu schützen, riegelt die Stadt die Reuss mit einer hölzernen Festung ab. Die Kapellbrücke wird als wehrhaftes Symbol hochgezogen.

Die Kapellbrücke, Luzern
Die Kapellbrücke, Luzern
Blick auf die Berge um Luzern
Blick auf die Berge um Luzern

Die tickende Zeitbombe: Prunk gegen bäuerliche Armut

Das System erzeugt mit der Zeit tiefe Gräben. Während die städtische Oberschicht von den sprudelnden Zolleinnahmen profitiert, trägt das Umland die wirtschaftliche Hauptlast. Luzern dehnt seinen Einfluss auf die umliegenden Gebiete aus und fordert harte Abgaben. Im Entlebuch wächst über die Jahrzehnte der Widerstand gegen die städtische Herrschaft.

1653: Das Maß ist voll

Im Entlebuch eskaliert die Situation. Aus Protest wird Gewalt. Mittendrin: Ueli Dahinden, genannt Hinderueli. Zusammen mit seinen Gefährten beruft er sich auf die alte Sage von Wilhelm Tell. Doch wo der legendäre Ur-Tell einst nur einen einzigen Tyrannen mit der Armbrust stellte, will Dahinden das gesamte Luzerner Establishment bluten sehen.

Als der grosse Bauernaufstand kollabiert und die Köpfe der ersten Anführer auf dem Schafott rollen, geht Dahinden in den Untergrund. Er ist jetzt Staatsfeind Nummer eins.

  1. September 1653. Ein finsterer Engpass am Zinggen. Dahinden lauert der Delegation des Luzerner Landvogts auf. Als die feinen Herren herantraben, bricht die Hölle los. Schüsse peitschen durchs Unterholz. Blei zerfetzt Fleisch. Der Luzerner Zeugherr Kaspar Studer bricht tödlich getroffen im Dreck zusammen. Der Bürgermeister überlebt nur knapp, schwer verletzt und blutüberströmt. Ein eiskaltes politisches Attentat.

Die Reaktion der Stadt ist von gnadenloser Brutalität. Ein Exekutionskommando jagt die Rebellen. Die Order: Keine Gefangenen.

  1. Oktober 1653. Das Versteck wird umstellt. Dahinden flieht auf ein Scheunendach, feuert wild um sich, bis die Munition ausgeht. Dann bricht ein tödlicher Kugelhagel über ihn herein. Chronisten vermerken schaurig nüchtern: Sie wurden „heruntergeschossen wie die Krähen“.

Der Tod reicht den Luzerner Patriziern nicht. Sie verlangen maximale Schändung. Dahindens durchlöcherter Kadaver wird in die Stadt geschleift und auf dem Marktplatz präsentiert. Der Henker trennt mit schweren Axthieben den Kopf ab und viertelt die Leiche. Die blutigen Fleischstücke werden zur Abschreckung an die Galgen vor den Toren genagelt.

Die Botschaft der städtischen Elite an das Volk ist unmissverständlich: Wer unseren Reichtum bedroht, wird erledigt. Das Gotthard-Gold gehört uns.
Dies ist nur eine Episode aus Luzerns bewegter mittelalterlicher Geschichte. Um diese Zeit ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Sie alle zu erzählen, würde den Rahmen dieser Reportage sprengen.

Historische Quellen zum Fall Dahinden (1653):
• Staatsarchiv Luzern (StALU): Online-Bestände und Ratsmanuale (Amtliche Dokumentation des Attentats im Zinggen und der Vierteilung).
• Suter, Andreas: Der Schweizerische Bauernkrieg von 1653. Schandjustiz in der Frühen Neuzeit. Basel 1997. (Standardwerk zur Hetzjagd und rituellen Zerstückelung).
• Schaller, Anton: Das Entlebucher Rebellenblut. Geschichte des Bauernkrieges 1653. Schüpfheim 1953. (Lokale Rekonstruktion zu Ueli Dahinden).
• Historisches Lexikon der Schweiz (HLS): Online-Artikel „Schweizerischer Bauernkrieg (1653)“ (Amtlich geprüfte Daten und Biografien).
Jean Nouvels Inszenierung: Wenn das Wasser des Vierwaldstättersees Teil der Architektur wird.
Jean Nouvels Inszenierung: Wenn das Wasser des Vierwaldstättersees Teil der Architektur wird.

KKL Luzern – Wo Architektur zum Film wird

Ein Schritt, und die Perspektive kippt. Licht gleitet über Glasfassaden, der Vierwaldstättersee spiegelt sich in glänzendem Metall. Zwei Wasserkanäle durchziehen den Gebäudekomplex und trennen seine drei Baukörper voneinander. Massive Flächen verlieren ihre Schwere, Linien verschwinden, neue Räume öffnen sich. Was eben noch fest und unverrückbar erscheint, verändert im nächsten Augenblick seine Gestalt.

Jean Nouvel inszeniert Architektur wie einen Film. Er führt den Blick, spielt mit Licht und Schatten, überrascht mit Spiegelungen und wechselnden Perspektiven. Wasser, Himmel und Berge werden Teil seiner Inszenierung.

Licht- und Farbenspiel im KKL Luzern
Licht- und Farbenspiel im KKL Luzern

Die drei Gebäudeteile unter dem einen grossen Dach – das hat ja etwas von drei Schiffen, die am Ufer vertäut liegen.
Jean Nouvel

Am Ufer des Vierwaldstättersees verwirklicht der französische Architekt diese Ideen in einem spektakulären Bauwerk: dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern, kurz KKL. Der Konzertsaal wird 1998 eröffnet, im Jahr 2000 ist der gesamte Komplex fertiggestellt. Er beherbergt einen der berühmtesten Konzertsäle Europas, Veranstaltungsräume und das Kunstmuseum Luzern. Über dem gesamten Komplex spannt sich ein gewaltiges Dach, dessen spiegelnde Unterseite den See und die umliegende Landschaft einfängt. Architektur in ständiger Bewegung.

Der Konzertsaal des KKL Luzern
Der Konzertsaal des KKL Luzern

Die Architektur des Klangs

Im großen Konzertsaal des KKL fordert uns unsere Begleiterin auf, zu schweigen. Die Gespräche verstummen. Man lauscht, hört in den Raum, sucht einen leisen Hauch. Vergebens. Vollkommene Stille. Als ich aufwache, ein Gedanke: Ein Königreich für eine Sinfonie.

Der amerikanische Akustiker Russell Johnson hat hier einen der renommiertesten Konzertsäle Europas geschaffen. Einen Raum, in dem selbst feinste musikalische Nuancen zur Geltung kommen – vom zartesten Pianissimo bis zur Klangfülle eines großen Sinfonieorchesters.

Luzern hat eine große musikalische Vergangenheit. Richard Wagner lebt von 1866 bis 1872 in Tribschen am Vierwaldstättersee, vollendet dort seine „Meistersinger von Nürnberg“ und arbeitet am „Ring des Nibelungen“. Die Landschaft inspiriert ihn, die Stadt wird zu einem Treffpunkt bedeutender Musiker.

Toscanini ist erklärter Gegner des Faschismus und wendet sich von den Festspielen in Bayreuth und Salzburg ab
Toscanini ist erklärter Gegner des Faschismus und wendet sich von den Festspielen in Bayreuth und Salzburg ab

Am 25. August 1938 schreibt Arturo Toscanini Musikgeschichte. Im Garten der Villa Tribschen dirigiert er ein eigens zusammengestelltes Orchester aus herausragenden Musikern seiner Zeit. Rund 80 amerikanische Radiostationen übertragen das Konzert. Der Dirigent ist erklärter Gegner des Faschismus und wendet sich deswegen von den Festspielen in Bayreuth und Salzburg ab. Nach seinem Gastspiel in Luzern wird ihm der italienische Pass entzogen.

Die drei Gebäudeteile unter dem einen grossen Dach – das hat ja etwas von drei Schiffen...
Die drei Gebäudeteile unter dem einen grossen Dach – das hat ja etwas von drei Schiffen…

Mit ihm kommen Musiker nach Luzern, denen die politischen Verhältnisse in Europa ihre bisherigen Auftrittsmöglichkeiten genommen haben. Die Schweizer Stadt entwickelt sich zu einem bedeutenden Treffpunkt der internationalen Musikwelt. Toscaninis Konzert gilt als Geburtsstunde der Internationalen Musikfestwochen Luzern, aus denen das heutige Lucerne Festival hervorgeht.

Seit 2016 steht Riccardo Chailly an der Spitze des Orchesters. Das Lucerne Festival bleibt ein Treffpunkt der internationalen Klassikwelt. Auch die Musik der Gegenwart hat hier ihren Platz. Pierre Boulez begründet 2004 die Lucerne Festival Academy, die sich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts widmet.

Der Auftakt zu einem Original Walliser Raclette
Der Auftakt zu einem Original Walliser Raclette

Ein Original Walliser Raclette

Ein Original Walliser Raclette
Ein Original Walliser Raclette

Was wäre ein Aufenthalt in Luzern ohne ein Raclette? Neben dem Rösti, einem Fondue und dem Züri-Geschnätzlets gehört es zur DNA der Schweizer Küche. Serviert wird es uns abends in der “Titlis-Hütte” des Hotel Seeburg. Unsere große Gruppe ist dort untergebracht. Wir werden über die ganzen Tage sehr freundlich betreut, ich empfehle das Hotel.

Zurück zum Raclette. Hauptzutat ist natürlich der Käse, wenn Sie einen halben Laib Raclette du Valais AOP organisieren können, sind Sie auf der richtigen Seite. Zu einem Original Raclette gibt es nur vier entscheidende Zutaten: Käse, Pellkartoffeln, Gürkli und Zwiebeli. Nicht mehr und nicht weniger, man übe sich einfach einmal in Purismus. Der Käse ist so gut, dass ich persönlich überhaupt keine Schwierigkeiten damit hatte.

Hier das Rezept:

Zutaten für 8 Personen

  • ½ Laib Raclette du Valais AOP (ca. 2,4 bis 2,5 kg)
  • 1,6 kg kleine geschwellte Kartoffeln
  • Essiggurken (nach Belieben)
  • Silberzwiebeln (nach Belieben)

Zubereitung

  1. Einen halben Laib Raclette du Valais AOP unter einen Racletteofen stellen. Den Käse mit einem Abstand von mindestens 6 Zentimeter unter die Heizquelle halten.
  2. Wenn die Käseoberfläche verläuft, die geschmolzene Schicht mit einem Messer auf einen vorgewärm­ten Teller abschaben. Den Käse dabei nach unten gegen den Teller neigen.
  3. Ursprünglich wurde der Raclette du Valais AOP am offenen Holzfeuer geschmolzen. Diese Zubereitungsart wurde seit den 50er-Jahren zunehmend durch den Racletteofen verdrängt. Um den Gästen eine besondere Atmosphäre beim Genuss von Raclette du Valais AOP zu bieten, wird in vielen Walliser Restaurants der Käse nach wie vor am offenen Holzfeuer geschmolzen.

Die Sammlung Rosengart

Pablo Picasso, L'Atelier, Cannes 1955, Öl auf Leinwand
Pablo Picasso, L’Atelier, Cannes 1955, Öl auf Leinwand

Am freien Nachmittag besuche ich – nach einem guten Essen im Grand Hotel National Luzern – die Sammlung Rosengart. Eine sehr persönliche Sammlung, die durch das Engagement von Angela und Siegfried Rosengart im Laufe der Zeit zu einer der bedeutendsten Kunstsammlungen avanciert. In den Fünfzigerjahren sammeln die beiden mehr und mehr Klassische Moderne mit Schwerpunkt Paul Klee und Picasso. Dazu schreibt Christian Rümelin, der das Gesamtwerk Paul Klees im Catalogue raisonné Paul Klee katalogisierte:

Die Sammlung wuchs in drei Phasen, die teilweise mit den Aktivitäten der Galerie in Verbindung stehen. Die erste dauerte bis Ende 1952 und war durch Siegfried Rosengarts Tätigkeit als Vertreter der Klee-Gesellschaft geprägt. Die zweite dauerte bis etwa 1996. In diesem Zeitraum konnte die Galerie nochmals zahlreiche Werke aus Privatbesitz erwerben, die teilweise Eingang in die Privatsammlung fanden. In der dritten Phase, die in den späten Sechzigerjahren begann und bis in die jüngste Gegenwart reicht, kamen zwar noch wichtige Einzelstücke hinzu, die Sammlung war als Komplex aber bereits in ihren Konturen konstituiert.

Im Katalog der Sammlung Rosengart begegnen uns die großen Namen der Malerei: Cézanne, Kandinsky, Modigliani, Monet, Renoir, um nur einige zu nennen. Faszinierend ist die Vielfalt der Werke, besonders exponiert sind Paul Klee und Pablo Picasso.

Picassos Zeichnungen und Gemälde reichen vom Kubismus bis zur letzten Phase seines Œuvres. Es scheint, als sei ich mitten in einem fiebrigen Traum, aus dem ich nicht erwachen will. Die Anzahl und die Qualität der Werke überwältigt mich. Zu verdanken haben wir diese unglaubliche Sammlung größtenteils Angela Rosengart.


Schon als junges Mädchen wünscht sie sich zum Geburtstag lieber eine Zeichnung von Paul Klee als ein elegantes Abendkleid. Später begegnet sie den großen Künstlern der Klassischen Moderne, besucht Pablo Picasso in Südfrankreich und sitzt ihm gleich fünfmal Modell. Die im Juni 2026 verstorbene Kunstsammlerin schenkte ihrer Heimatstadt Luzern schließlich ein Museum von Weltrang. Im Klappentext des Katalogs schreibt sie:

Ich hatte das Gefühl, von Picassos Augen verbrannt zu werden

Pablo Picasso: Femme au chapeau de paille sur fond fleuri (Marie-Thérèse), 1938
Pablo Picasso: Femme au chapeau de paille sur fond fleuri (Marie-Thérèse), 1938

In Femme au chapeau de paille sur fond fleuri (1938) verschmelzen Frontalansicht und Profil zu einem Doppelgesicht, dessen Ursprünge im Kubismus liegen. Luftige, spiralförmige Linien durchziehen Gesicht und Oberkörper Marie-Thérèses. Die farbenfrohen Blumenmotive des Hintergrunds verleihen dem Porträt eine heitere, beinahe traumhafte Leichtigkeit. Picasso steht zu dieser Zeit zwischen zwei Frauen, Marie-Thérèse Walter und Dora Maar. Ihre Gesichtszüge scheinen sich im Gemälde zu vermischen, als hätte der Maler beide Frauen in einem einzigen Porträt vereint.

Pablo Picasso, bei der Arbeit an Jaqueline dans l'atelier, Cannes 1956
Pablo Picasso, bei der Arbeit an Jaqueline dans l’atelier, Cannes 1956

Die Sammlung von Fotografien ist ebenso sehenswert. Das Bild zeigt den Maler bei der Arbeit an seinem Gemälde Jaqueline dans l’atelier, sie war eine seiner zahlreichen Musen. Zeitlebens hat er nichts anbrennen lassen, wie man so schön sagt.

Paul Klee, Eros und rechts daneben Doppelzelt, 1923
Paul Klee, Eros und rechts daneben Doppelzelt, 1923

Für Liebhaber von Paul Klee ist die Kunstsammlung eine echte Pilgerstätte, sein Werk ist von Musikalität durchdrungen. Über sich selbst sagte er einmal:

Diesseitig bin ich gar nicht fassbar. Denn ich wohne grad so gut bei den Toten, wie bei den Ungeborenen. Etwas näher dem Herzen der Schöpfung als üblich. Und noch lange nicht nahe genug.

Paul Klee, 1879 bei Bern geboren, wächst in einem musischen Elternhaus auf. Seine Mutter stammt aus einer Basler Familie mit südfranzösischen und afrikanischen Wurzeln, sein Vater ist Musikpädagoge. Mit 18 Jahren bekennt Klee in seinem Tagebuch, wie sehr ihn seine wachsende Liebe zur Musik beängstigt. Er entscheidet sich für die Malerei und geht nach München an die Kunstakademie. Die Musik bleibt in seinem Werk gegenwärtig: Zeichnungen erinnern an Partituren, Farben und Formen folgen musikalischen Rhythmen. Die Tunisreise von 1914 prägt seine Aquarellmalerei. Klee gehört zum Kreis des „Blauen Reiters“, dessen Mitglied Franz Marc 1916 im Krieg fällt. Im selben Monat wird Klee eingezogen. Am Fliegerhorst Landshut bemalt er Flugzeuge mit Tarnanstrichen. 1921 folgt die Berufung ans Bauhaus in Weimar und damit der Beginn seines internationalen Aufstiegs.

Die Nationalsozialisten beschlagnahmen zahlreiche Werke Klees aus deutschen Museen. 17 seiner Arbeiten werden 1937 in der Münchner Propagandaausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Klee lebt inzwischen zurückgezogen in Bern. Seine Kunst entwickelt sich weiter: Die Linien werden kräftiger, die Zeichen größer, die Formen vielfach einfacher. Seine späten Bilder behandeln zunehmend existenzielle Themen.

Mathias Guthmann, l'art c'est l'amour, 2026
Mathias Guthmann, l’art c’est l’amour, 2026

Die Sammlung Rosengart gehört für Liebhaber der Malerei unbedingt zu einem Luzern-Besuch dazu. Lassen Sie sich Zeit, Qualität und Auswahl der Exponate werden Sie begeistern.

Luzern – Tipps, Sehenswürdigkeiten und Eintrittspreise

KKL Luzern – Kultur- und Kongresszentrum

Das von Jean Nouvel entworfene Kultur- und Kongresszentrum Luzern gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Bauwerken der Schweiz. Es beherbergt unter anderem den Konzertsaal des Lucerne Festival, das Luzerner Sinfonieorchester und das Kunstmuseum Luzern.

Das Gebäude selbst ist von außen frei zugänglich. Für die Besichtigung ausgewählter Innenräume werden Architekturführungen angeboten. Konzerte und Veranstaltungen haben gesonderte Eintrittspreise.

Adresse: Europaplatz 1, 6005 Luzern

Website: KKL Luzern

KKL Luzern – Eintritt und Führungen

Die öffentliche Architekturführung dauert rund eine Stunde und führt durch ausgewählte Räume des Kultur- und Kongresszentrums, darunter den berühmten Konzertsaal.

Preise: Erwachsene CHF 20, Kinder bis 16 Jahre CHF 5, mit Luzerner Gästekarte CHF 16.

Führungen und Tickets:  kkl-luzern.ch

Stadtführung – Zeitreise ins Mittelalter

Die zweistündige Themenführung von Luzern Tourismus führt durch die mittelalterliche Stadtgeschichte. Historisch gekleidete Stadtführer erzählen vom Leben der Handwerker, Händler und Söldner sowie vom Bau der Stadtbefestigungen.

Dauer: 2 Stunden.
Preise: Erwachsene CHF 30, Kinder CHF 10.
Sprache: Deutsch. Anmeldung erforderlich.

Informationen und Buchung: Luzern Tourismus – Zeitreise ins Mittelalter. luzern.com

Pilatus – Zahnradbahn, Gondelbahn und Luftseilbahn

Auf den 2.128 Meter hohen Pilatus führen zwei unterschiedliche Bergbahnstrecken: Von Alpnachstad fährt die steilste Zahnradbahn der Welt auf den Gipfel. Von Kriens geht es zunächst mit der Panorama-Gondelbahn nach Fräkmüntegg und anschließend mit der Luftseilbahn „Dragon Ride“ nach Pilatus Kulm.

Preise Mai bis November 2026:

  • Kriens–Pilatus Kulm, einfache Fahrt: CHF 42.
  • Alpnachstad–Pilatus Kulm, einfache Fahrt: CHF 42.
  • Berg- und Talfahrt: CHF 84.
  • Mit Swiss Travel Pass oder Halbtax: CHF 42 für Berg- und Talfahrt.
  • Goldene Rundfahrt mit Schiff, Zahnradbahn, Luftseilbahn, Gondelbahn und Bus: CHF 119,80 (2. Klasse).
  • Silberne Rundfahrt mit Zug statt Schiff: CHF 94,20 (2. Klasse).

Die Goldene Rundfahrt verbindet eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee mit beiden Bergbahnstrecken. Die Silberne Rundfahrt ersetzt die Schifffahrt durch eine Zugfahrt.

Saison 2026: Die Zahnradbahn fährt vom 11. Mai bis 29. November. Gondelbahn und Luftseilbahn sind vom 19. Oktober bis 27. November wegen Revision geschlossen. PILATUS – Bergerlebnisse in Stadtnähe

Museum Sammlung Rosengart

Die Sammlung Rosengart gehört zu den bedeutendsten Privatsammlungen des Impressionismus und der Klassischen Moderne. Schwerpunkte bilden die Werke von Pablo Picasso und Paul Klee. Daneben sind unter anderem Cézanne, Monet, Renoir, Matisse, Modigliani und Kandinsky vertreten.

Adresse: Pilatusstrasse 10, 6003 Luzern. Drei Gehminuten vom Hauptbahnhof.

Eintrittspreise:

  • Erwachsene: CHF 20.
  • Senioren über 65 Jahre: CHF 18.
  • Studierende bis 30 Jahre: CHF 10.
  • Jugendliche von 7 bis 16 Jahren: CHF 10.
  • Gruppen ab zehn Personen: CHF 17 pro Erwachsenem.

Öffnungszeiten 2026: April bis Oktober täglich 10–18 Uhr, November und Dezember täglich 11–17 Uhr, ausgenommen 25. Dezember.

Öffentliche Museumsführungen werden zusätzlich angeboten. Beispielsweise kostet die Sonntagsführung CHF 8 zuzüglich Museumseintritt. Sammlung Rosengart Luzern

Website: Museum Sammlung Rosengart – Eintritt und Öffnungszeiten

Swiss Travel Pass

Der Swiss Travel Pass ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit Bahn, Bus und Schiff im Geltungsbereich des Swiss Travel Systems. Dazu gehören die öffentlichen Verkehrsmittel in mehr als 90 Schweizer Städten sowie der Eintritt in über 500 Museen. Bergbahnen sind teilweise kostenlos oder um bis zu 50 Prozent ermäßigt.

Preise 2026, Erwachsene, 2. Klasse:

GültigkeitPreis
3 TageCHF 254
4 TageCHF 309
6 TageCHF 399
8 TageCHF 439
15 TageCHF 499

Der Pass gilt an aufeinanderfolgenden Tagen. Für Reisende unter 25 Jahren gibt es eine ermäßigte Youth-Version. Der Swiss Travel Pass ist ausschließlich für Personen mit Wohnsitz außerhalb der Schweiz und Liechtensteins erhältlich. Switzerland Tourism

Informationen und Buchung: Schweiz Tourismus – Swiss Travel Pass

Alle Preise in Schweizer Franken, Stand Oktober 2026. Änderungen vorbehalten.

Dank und Unterstützung

Diese Reportage entstand anlässlich der Jahrestagung der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ), die vom 8. bis 11. Oktober 2026 in Luzern stattfand.

Mein besonderer Dank gilt Dr. Martin Wein und allen Beteiligten, die diese Reise mit großem Engagement organisiert und ermöglicht haben. Ebenso danke ich Luzern Tourismus, insbesondere Milena von Ah, sowie Schweiz Tourismus für die Unterstützung und die vielfältigen Einblicke in die Stadt und ihre Umgebung.

Ein herzliches Dankeschön gilt auch dem Team des Hotels Seeburg Luzern für die Gastfreundschaft während unseres Aufenthalts.

über den Autor

Mathias Guthmann

Mathias Guthmann

Mathias Guthmann ist Journalist, Schriftsteller und Fotograf. Er veröffentlicht Reportagen, Essays, Reiseberichte und literarische Kurzprosa in deutschen und internationalen Publikationen. Seine journalistische Arbeit umfasst insbesondere Kultur, Kulinarik, Wein und Reisen.

Neben dem Schreiben bildet die Fotografie einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Seine fotografischen Serien beschäftigen sich mit Architektur, Menschen und urbanen Landschaften.

Mathias Guthmann ist Mitglied der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ).

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